Frag einen erfahrenen Berater, wie er arbeitet, und du hörst oft: „Das kommt ganz auf den Kunden an." Der Satz soll Flexibilität zeigen. Beim Interessenten kommt etwas anderes an: Hier gibt es kein Verfahren, hier wird improvisiert. Teuer bezahlte Improvisation braucht sehr viel Vertrauen. Ein benanntes Verfahren braucht nur eine Erklärung.
Was ein Name verändert
Ein benanntes Vorgehen lässt sich weitererzählen, zitieren, googeln. Es verwandelt dich vom Anbieter einer Tätigkeit in den Urheber einer Methode. Über eine Tätigkeit verhandelt man Preise. Über eine Methode redet man.
Eine Methode mit Namen kann nur einer erfunden haben. Genau das macht sie unkopierbar.
Du hast die Methode schon
Die Methode steckt in deinen letzten zwanzig Projekten. Welche Schritte gehst du immer? Welche Fragen stellst du immer zuerst? In welcher Reihenfolge? Schreib diese Schritte auf, gib jedem einen klaren Titel und dem Ganzen einen Namen, der das Ergebnis trägt. Drei bis fünf Schritte reichen. Mehr merkt sich niemand.
Echte Beispiele aus unserer Welt
Lead-Butler ist so ein Name: eine beschriebene Strecke von der Sichtbarkeit bis zur Anfrage, die genau eine Firma so anbietet. Der Yes-Modus ist so ein Name: eine Haltung, die ohne ihren Urheber Markus Coenen nirgendwo zu haben ist, nachzulesen auf markus-coenen.de. Beide Namen sind aus der Arbeit destilliert, keiner wurde am Reißbrett erfunden.
Die Methode trägt das Geschäft
Mit dem benannten Verfahren steht die Produkttreppe: Das Verfahren wird zum Produkt mit festem Preis, wie in Stunden sind kein Angebot beschrieben. Es füllt deine Fachbeiträge, denn jeder Schritt ist ein Artikel. Es schärft die Antwort der Suchmaschinen auf deinen Namen, siehe Dein Name ist der Suchbegriff. Ein Name, viele Hebel.